vitale Fraktale
28.09.2003 - 19.10.2003 / Kunsthalle Faust

Charlotte Buffs Ausstellung “vitale Fraktale” erschließt und verbindet Bereiche persönlicher Selbstreflexion mit naturwissenschaftlichen Thesen der Chaos-Theorie: Im Mikrokosmos und damit auf der Ebene der Fraktale ist stets auch das Ganze enthalten. Somit ist der Makrokosmos den gleichen Gesetzen und Strukturen unterworfen. Eine Entsprechung findet sich in der autobiographisch geprägten Umsetzung der Künstlerin in Form visueller Aufarbeitungen ihrer wechselnden Lebenssituationen.

Der Installation “vitale Fraktale” liegt eine holistische Weltsicht zugrunde. “Ich selbst bin ein Fraktal der gesamten Menschheit und dennoch ein Ganzes, das wiederum aus vielen Fraktalen beziehungsweise alter Egos besteht. Diese stellen sich dar als personifizierte Kunst-Personen mit ‘eigenem Pass’. In dieser Inszenierung wird der Prozess der Interaktion von Kunst und Leben visualisiert – vor dem Hintergrund eines komplexen Weltbildes.” Für die autobiografisch geprägte Arbeit wurden wie bei einer Inventur sämtliche Gegenstände des Wohnateliers der Künstlerin in etwa 8000 Fotos festgehalten und zu einem großen Tableau zusammengefügt. Ein zweites Tableau mit elf Wohnungsgrundrissen und den entsprechenden Erlebnis-Fraktalen steht exemplarisch für die vielen Wohnungswechsel und die damit verbundenen wechselnden Lebenssituationen der Künstlerin.

Die Bodeninstallation besteht aus 60 Umzugskartons, in die Leuchtkästen mit “Röntgenbildern” transformierter Alltagsgegenstände eingebaut sind, jeder einzelne als ein Teilaspekt und Zeitfraktal des Lebens. Es ist ein Blick in die Vergangenheit, während 40 weitere Leuchtkästen die Zukunft als “volle Leere” ausweisen, in der alles bereits enthalten ist, aber noch keine Form angenommen hat, denn Weiß ist die Summe aller (Licht-)Farben. Hier wird die Lebenszeit als Konstrukt erkennbar: Teils schon abgelaufen, teils noch nicht ausformuliert, unterliegt sie einem fortwährenden Transformations- und Vernetzungsprozess.

Charlotte Buff
Ausstellungsdauer: 28.09.2003 – 19.10.2003
Vernissage: Samstag, 27. September 2003, 19 Uhr
Begrüßung: Harro Schmidt, Kunsthalle Faust
Einführung: Michael Stoeber, Publizist
Öffnungszeiten: Do bis So 16-20 Uhr

weitere Ausstellungstermine:
Hildesheim, Roemer- und Pelizaeus-Museum 02.04.2003 – 01.06.2003
Braunschweig, St. Andreaskirche 08.06.2003 – 06.07.2003
Nürnberg, Ehrenhalle 28.01.2004 – 16.02.2004

Kontakt

Kunsthalle Faust
Harro Schmidt
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover

Tel. 0511 / 213 48 60
EMail: kunsthalle@kulturzentrum-faust.de

Öffnungszeiten:
Do und Fr 16-20 Uhr, Sa und So 14-18 Uhr
(bitte Ausstellungstexte beachten!)

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