"Ohne Worte, ohne Schweigen - die versteinerte Hälfte des Himmels". Ausstellungsprojekt im Rahmen des China-Festivals 2000-2001
05.11.2000 - 03.12.2000 / Kunsthalle Faust

Im Rahmen eines internationalen Künstleraustausches zeigt die Kunsthalle Faust das Projekt “Ohne Worte, ohne Schweigen – die versteinerte Hälfte des Himmels”. Initiator des Projekts ist H.J. Schero von AortA Kultur e.V. in Zusammenarbeit mit Harro Schmidt von der Kunsthalle Faust. Das Projekt sieht Ausstellungen chinesischer Künstlerinnen und Künstler und ein umfangreiches Rahmenprogramm nacheinander in Duisburg, Bonn und Hannover vor. Ein Gegenbesuch mit Künstlerinnen und Künstlern aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ist für das Jahr 2001 in China vorgesehen.

Der Titel der Ausstellung versteht sich in Anspielung auf die chinesische Weisheitslehre, aber auch auf Maos Redewendung “die Hälfte des Himmel”. Er wirft ebenso Fragen auf, wie er Kristallisationspunkt ist und fokussiert schließlich auf den philosophisch künstlerischen Gestaltungswillen.

Die globale Revolution hat ihre Kinder entlassen. China nach dem Sturm und Deutschland nach dem Wirtschaftswunder stehen seither vor der Herausforderung den Gestaltungswillen sozialer und wirklichkeitsnaher Sinnstiftung gegen den rasenden Stillstand politischer Ökonomie zu behaupten. Der Begriff des Himmels nimmt eine sehr bedeutende Stellung in der chinesischen Philosophie ein. Mit ihm ist sowohl die gesamte Veränderungsregel des Kosmos und Gott als Beherrscher aller Dinge als auch die materielle objektive Natur gemeint.

“Das Tao des Himmels schädigt das, was vollständig ist, und ergänzt das, was unvollständig ist. Umgekehrt dagegen das Tao des Menschen: es schädigt das, was unvollständig ist, und verbessert das, was vollständig ist (Laotse, Tao Te King, Kap. 77).

Zen ohne Sur
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Die zum Kulturaustausch eingeladen Künstlerinnen und Künstler aus den Provinzen Hubei, Sichuan und Anhui sind Repräsentanten einer sich in den neunziger Jahren neuformierenden chinesischen Kunstszene. Einer Szene, die provokante Performances im sich erneuernden China ebenso wenig scheut, wie die Verbreitung ihrer Positionen via Internet. Ihre Aktionen und Installationen, Fotoserien und Raumobjekte suchen die vitale Kommunikation mit den Menschen in den Städten und auf dem Lande. Die Aktionen mit blinden Menschen und Handlesern und die Installationen, die Wasser, Himmel und Gestein einbeziehen, eröffnen eine zugleich friedfertige und unaufdringliche Poesie des Raumes. Was das eingeladene Teilnehmerfeld kennzeichnet, ist jedoch die Vielschichtigkeit ihres künstlerischen Ansatzes.

Zu den Ausstellungen in Deutschland 2000 und China 2001 sollen ein zweisprachiger Katalog, sowie eine begleitende Videodokumentation entstehen.

Zen ohne Sur
Zen ohne Sur
Zen ohne Sur

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
Dai Guang Yu, Liu Cheng Ying, Xu Ling, Ying Xiao Feng, Zhao Lixian, Zhou Bin

Kuratoren:
Herbert J. Schero, Harro Schmidt

Zen ohne Sur
05.11.2000 – 03.12.2000
Vernissage: 5. November 2000, 15 Uhr

Kontakt

Kunsthalle Faust
Harro Schmidt
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover

Tel. 0511 / 213 48 60
EMail: kunsthalle@kulturzentrum-faust.de

Öffnungszeiten:
Do und Fr 16-20 Uhr, Sa und So 14-18 Uhr
(bitte Ausstellungstexte beachten!)

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